Eigentlich ist die Schweiz ja für ihre Berge und Bergsteiger bekannt, nicht für ihre Taucher. Umso mehr wundert es, dass der Zürcher Peter Colat einen Weltrekord im Apnoe-Tauchen aufstellte – er schaffte es 19:21 Minuten unter Wasser zu bleiben – und das auf einer Ferienmesse in St. Gallen! Der 38-Jährige Freitaucher überbot damit den bisherigen Rekord im Guinessbuch der Rekorde um 19 Sekunden. Ganz unbekannt ist Colat in der Szene nicht. Auf seiner Website zeigt sich seine ganze Erfahrung – er hält mehrere Rekorde im Streckentauchen mit und ohne Flossen. Auch im Apnoe-Tauchen liefert er sich immer wieder heiße Kämpfe um Sekunden. 2008 etwa schaffte er an gleicher Stelle 16:32 Minuten.
Anfang dieses Jahrhunderts erfolgte eine entscheidende Wendung. Die ersten Sauerstoffgeräte wurden eingesetzt. Damit konnte länger getaucht werden. Dies barg natürlich etliche Vorteile, wodurch das Apnoetauchen mehr und mehr zu einer Sportart wurde, die nur noch von wenigen „Verrückten“ ausgeübt wurde. Heute stehen den Apnoetauchernzudem moderne technische Hilfsmittel zur Verfügung. Extra lange Tauchflossen, Bleischlitten, Taucherbrillen mit wenig Volumeninhalt, welche Augen und Nase umschliessen, ermöglichen immer erstaunlichere Leistungen. 1976 durchbricht Jaques Mayol als erster Mensch ohne zusätzlichen Sauerstoff die magische 100-Meter-Marke. Heute messen sich Apnoetaucher weltweit in 11 verschiedenen Disziplinen (je nach Hilfsmittel und Tauchart) und noch immer werden Techniken und Hilfsmittel laufend verbessert.
Weitere Informationen zum Rekord in der Schweizer Zeitung “Blick“
Tags: Apnoe, Freitaucher, Guinessbuch der Rekorde, Schweiz, tauchen, Wasser



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