Jan 31

Duschen spart Wasser
Das WDR hat´s in seinem Bericht aus Brüssel unterstrichen: Der Wasserverbrauch der Deutschen sinkt kontinuierlich. Seit 1990 nahm der Verbrauch von 147 Litern pro Kopf auf rund 122 Liter 2007 ab. Maßnahmen wie “Wasser aus beim Zähneputzen”, Toilettenspülungen mit Brauchwasser oder Gießen mit Regenwasser im Garten zeigen Wirkung – gerade in der Menge.
“Wassermangel ist in den meisten deutschen Regionen kein Problem. Das könnten auch die Menschen in Haltern wissen: Ihr Staussee ist nach einem langen Sommer immer noch prall gefüllt. So kommt überall in Deutschland mehr Wasser vom Himmel als benötigt wird.„Der überwiegende Teil fließt ungenutzt in die Ozeane ab“, erklärt Bernhard Hörsgen von der Gelsenwasser AG, einem der größten Trinkwasserunternehmen Deutschlands.”
Was für Deutschland gilt, ist aber für andere Länder in Europa noch Wunschdenken. Deshalb plant die EU einen umfassenden Gesetzesvorschlag zum Thema Wassersparen. Heikel dabei: in vielen südeuropäischen Ländern können die Bauern zum Bewässern ihrer Felder auf kostenfreies oder sehr preiswertes Trinkwasser zurückgreifen. Wer sparen will, muss auch hier ansetzen.
Tags: Deutschland, Europa, Wasser, Wasser sparen
Apr 12
Dürren haben in den vergangenen 30 Jahren in der Europäischen Union sowohl zahlenmäßig als auch an Stärke drastisch zugenommen haben – und dürften mindestens 100 Milliarden Euro gekostet haben. So steht bei der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) das Thema “Wasserverbrauch in der Landwirtschaft” ganz oben auf der Agenda. Kein Wunder, fließen doch rund zwei Drittel des gesamten Wasserverbrauchs innerhalb der EU in die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen.
Peter Gammeltoft, Abteilungsleiter für den Bereich Wasser im Kommissionsdirektorat Umwelt, rechnet in den nächsten Jahrzehnten auch in Mittel- und Osteuropa verstärkt mit Dürre und Wasserknappheit. Aktuell drohen vor allem Süd- und Südosteuropa enorme Wasserprobleme – was Touristen oft nur am Rande mitbekommen, ist für Landwirte in Ländern wie Portugal oder Spanien existenzbedrohend. Als langfristigen Ausweg fordert die EU-Kommission: “Der Grundsatz, dass der Verbraucher zahlt, sollte zur Regel werden, egal woher das Wasser stammt”. Zudem könnte ein angemessener Preis einen bewussteren Umgang mit der Ressource bewirken. Der Ausbau der Wasserversorgung ist für sie erst die letzte Option.
Im Grunde zeicnet die EU-Wasserrahmenrichtlinie aus dem Jahre 2000 diesen Weg schon vor. Sie gibt den EU-Staaten bis 2010 Zeit, durch die Wassergebührenpolitik angemessene Anreize für die Benutzer zu schaffen, die Ressourcen effizient und nachhaltig zu nutzen. Das ist oft nicht der Fall: Zum einen fehlen verpflichtende Mess-Systeme in der Landwirtschaft, zum anderen stellen einige Länder der Landwirtschaft Wasser zur Bewässerung weiterhin kostenlos zur Verfügung.
Mit einer geänderten und nachhaltigen Wasserpolitik in der Landwirtschaft (wie auch im Tourismus) könnte der Gesamtwasserverbrauch um 20 bis 40 Prozent reduziert werden, schätzt die EU-Behörde.
Weitere links zum Thema:
Artikel in den Nürnberger Nachrichten
Bericht Euroaktiv.com
News ORF.at
Tags: EU, Europa, GAP, Landwirtschaft, Peter Gammeltoft, Wasser, Wasserverbrauch Landwirtschaft
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