Jun 01
die blaue lagune
Die Abbildung zeigt den Entstehungsprozess der Blauen Lagune auf Island. (c) Bluelagoon.de

Anfang Juni, es ist kalt und regnerisch in Deutschland. Wo bleibt der Sommer, die Wärme? Ein Vergnügen der ganz besonderen Sorte bietet die “Blaue Lagune” in Island. Sie liegt malerisch in einer Lavasenke, umgeben von den für Island typischen Lavafeldern und schwarzen Sandstränden. Mit zwei Dritteln Salzwasser und einem Drittel Süßwasser gefüllt, wird es heute als Thermalfreibad genutzt und ist die Attraktion nahe der isländischen Hauptstadt Reykjavik.

Enstanden aus Zufall
Eigentlich ist die “Blaue Lagune” ein Nebenprodukt des seit 1976 betriebenen Geothermalkraftwerkes Svartsengi. Hier wird Meerwasser zur Stromerzeugung genutzt. Wie das geht? Ganz einfach: Meerwasser wird in eine  Tiefe von ca. 2 km gepumpt, dort aufgeheizt und mit einer Temperatur von 240 °C  an die Oberfläche gefördert.  Abgekühlt fließt es in das umliegende Lavafeld ab. Durch die Kieselsäure entstand mit der Zeit ein typisch blau-weißer Salzwassersee.

Heilende Wirkung
Von der heilenden Wirkung des Wassers wurde erstmals von einem Mitarbeiter des Kraftwerks berichtet. Er litt an Schuppenfelchte (Psoriasis) und berichtete, durch wiederholtes Baden eine Besserung seines Leidens festgestellt zu haben. So kamen immer mehr Menschen auf den Gedanken, den See als Bademöglichkeit mit heilender Wirkung zu nutzen. 1987 wurde offiziell das  Thermalbad eröffnet, 1999 dann die neue Blaue Lagune.
Mehr Informationen über die “Blaue Lagune” auf der offiziellen Homepage http://www.bluelagoon.com/ und unter http://www.blaue-lagune-island.de/

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