Jun 13
Dean´s Blue Hole

Dean´s Blue Hole - http://pandalinda08.wordpress.com

Guillaume Néry, französischer Apnoetaucher und Freitauchweltmeister,  zählt mit dem Österreicher Herbert Nitsch zu den besten Freitauchern der Welt. Seine Harmonie und Leidenschaft für das Element Wasser zeigt jetzt ein fantastisches Unterwasservideo auf YouTube. Néry springt dabei ins 202 Meter tiefe “Dean’s blue hole“. Es liegt in einer Bucht westlich von Clarence Town  auf Long Island, einer der Inseln der Bahamas im Nordatlantik. Tolle Bilder vom “Dean´s Blue Hole” zeigt auch der Blog “Padalinda08“.

Bleibt die Frage: Hat Néry den Boden tief unten berührt? Im Film schaut es so aus, aber Néry sagt in einem Interview selbst, dass es nicht so war – und auch nicht Ziel des Films gewesen ist. Das Video sollte den Einklang mit dem Element Wasser zeigen, die wunderbare Freiheit des Apnoetauchens. Das ist gelungen.

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Mrz 08
Freitaucher Peter Colat

Rekord gebrochen - der Schweizer Peter Colat mit Bestzeit "ohne Sauerstoff"

Eigentlich ist die Schweiz ja für ihre Berge und Bergsteiger bekannt, nicht für ihre Taucher. Umso mehr wundert es, dass der Zürcher Peter Colat  einen Weltrekord im Apnoe-Tauchen aufstellte – er schaffte es 19:21 Minuten unter Wasser zu bleiben – und das auf einer Ferienmesse in St. Gallen! Der 38-Jährige Freitaucher überbot damit den bisherigen Rekord im Guinessbuch der Rekorde um 19 Sekunden. Ganz unbekannt ist Colat in der Szene nicht. Auf seiner Website zeigt sich seine ganze Erfahrung – er hält mehrere Rekorde im Streckentauchen mit und ohne Flossen. Auch im Apnoe-Tauchen liefert er sich immer wieder heiße Kämpfe um Sekunden.  2008 etwa schaffte er an gleicher Stelle 16:32 Minuten.

Was ist Apnoe-Tauchen?
Peter Colat schreibt dazu:  Das Wort „Apnoe“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „ohne Luft“. Früher war jeder Tauchgang „apnoe“, da man moderne Hilfsmittel wie Sauerstoffgeräte noch nicht kannte. Man hielt die Luft an, tauchte bis man den Drang zu Atmen verspürte und kehrte wieder an die Oberfläche zurück.  Archäologische Funde zeigen, dass bereits vor 4500 Jahren an den Küsten Japans Leute mit Apnoetauchen ihren Lebensunterhalt verdient haben, indem sie auf dem Grund des Ozeanes nach Muscheln und Essbarem tauchten. Ebenfalls liegen Berichte aus der Antike vor, dass Freitaucher (=Apnoetaucher) beim Angriff auf Syracus (Sizilien) den Griechen geholfen haben die Unterwasserbarrieren, welche die Schiffe beschädigen sollten, zu durchqueren.

Anfang dieses Jahrhunderts erfolgte eine entscheidende Wendung. Die ersten Sauerstoffgeräte wurden eingesetzt. Damit konnte länger getaucht werden. Dies barg natürlich etliche Vorteile, wodurch das Apnoetauchen mehr und mehr zu einer Sportart wurde, die nur noch von wenigen „Verrückten“ ausgeübt wurde. Heute stehen den Apnoetauchernzudem moderne technische Hilfsmittel zur Verfügung. Extra lange Tauchflossen, Bleischlitten, Taucherbrillen mit wenig Volumeninhalt, welche Augen und Nase umschliessen, ermöglichen immer erstaunlichere Leistungen. 1976 durchbricht Jaques Mayol  als erster Mensch ohne zusätzlichen Sauerstoff die magische 100-Meter-Marke. Heute messen sich Apnoetaucher weltweit in 11 verschiedenen Disziplinen (je nach Hilfsmittel und Tauchart) und noch immer werden Techniken und Hilfsmittel laufend verbessert.

Weitere Informationen zum Rekord in der Schweizer Zeitung “Blick

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