Mai 01

140 Liter Wasser fallen für eine Tasse Kaffee an - vom Anbau über die Produktion bis hin zur Zubereitung!

Water Footprint oder Wasserfußabdruck  bezeichnet die Gesamtmenge an Wasser, die für die Produktion von Gütern und Dienstleistungen benötigt wird. Nimmt man diese Zahl als Basis, verbraucht etwa jeder Deutsche rund 4000 Liter sauberes Wasser pro Tag – 4000 Liter! Man nennt dies auch indirekten oder virtuellen Wasserverbrauch. Eingeführt wurde der Begriff virtuelles Wasser vom englischen Geographen John Anthony Allan um das Jahr 1995. 2008 wurde er dafür mit dem Stockholmer Wasserpreis ausgezeichnet. In die Bilanz geht auch der versteckte Wasserverbrauch ein, etwa das Bewässern der Futterpflanzen für Rinder. Für jedes Land wird übrigens ein spezifischer Wasserfußabdruck erstellt. Deutschland steht in dieser Liste auf Platz 10, importiert weitaus mehr virtuelles Wasser als es exportiert. Das liegt daran, dass landwirtschaftliche Produkte in der Herstellung weitaus mehr Wasser verbrauchen als technische Produkte wie Autos oder Maschinen.

Beispiele für den virtuellen Wasserverbrauch (eine umfangreiche Liste gibt es auch in Wikipedia):

Tomate: 32 Liter
Tasse Tee: 35 Liter
Tasse Kaffee: 140 Liter
Baumwoll T-Shirt: 2000 Liter
1 Kilogramm Steak: 16000 Liter
1 Auto: bis zu 300.000 Liter

Als Vergleich: Wer duscht verbraucht 20 bis 30 Liter! Wie lange kann man also für 1 Kilo Steak duschen?

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Feb 26
Trinkwasser

Trinkwasser macht nur einen kleinen Teil des Pro-Kopf-Wasserverbrauchs aus

130 Liter pro Tag – das ist der Wasserverbrauch pro Kopf in Deutschland. Getrunken wird davon der geringste Teil. Wasser wird zum Kochen benutzt, zum Waschen und Duschen, für die Toilettenspülung und den Abwasch, zum Bewässern und Auto waschen. Hochgerechnet auf ein Jahr und auf die Bevölkerungszahl von 80 Millionen Menschen verbraucht Deutschland die unvorstellbare Summe von 3 796 000 000 Kubikmeter Wasser! Zum Vergleich: Der Bodensee enthält 48 000 000 000 Kubikmeter Wasser, reicht also 14 Tage als “Trinkwasserspeicher“. Und das ist nur der sogenannte “direkte” Wasserverbrauch. Der indirekte ist mit 5300 l pro Kopf und Tag ungleich höher. Hier wird der Verbrauch von Wasser bei der Herstellung von Produkten auf den Pro-Kopf-Verbrauch umgeschlagen. Die Zahlen machen schwindelig und zeigen, wie notwendig es ist sowohl Wasser zu sparen als auch die Wasservorräte zu schützen, damit die Menschheit auch in Zukunft noch auf das kostbare Nass bauen kann.

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